Kapitel vier
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Hat er mich erkannt? „Ähm… Ja eigentlich“ ich wurde von Lisa unterbrochen, was mir ganz gelegen kommt. Ich hätte sowieso nicht gewusst was ich sagen sollte. „Ja, jetzt erkenne ich dich du bist Simon, Simon Brown, wie konnte ich das denn übersehen. Es ist mir eine Ehre dich in dem schönsten Ort der Stadt willkommen zu heißen. Brauchst du etwas? Wie bist du hier gelandet? Hast du hier eine Show? Kannst du für uns was singen?“ Mist. Was soll ich jetzt tun? Wegrennen? Ich kann nicht schon wieder rennen aber ich habe keine Kraft mehr für solche Fragen. „Lisa reis dich mal zusammen“, zischte Jake Lisa an, „Schau mal.“ Jake zeigte Lisa das Handy das er in der Hand hält mit einem Nachrichtenbeitrag welcher den Titel „Simon Brown flüchtet vor Fans“ trägt. Er redet weiter „Er ist hier, weil die ganzen Idioten von Patriks Party ihm gefolgt sind. Er hat keine Lust auf Fans, also belästige ihn nicht. Er versteckt sich hier.“ Wow das hatte lange keiner mehr erkannt.
Ich setzte mich auf einen der Sessel. „Oh es tut mir so so leid vergiss einfach was ich gesagt habe.“ Entschuldigte sich Lisa schon und Tippt ein paar Wörter auf ihrem PC. „Schon okay“ erwidere ich, aber sie war nicht mehr ganz bei der Sache. „Fantasy Roman“ antwortete Jake. Er muss meinen verwirrten Blick gesehen haben und ich nicke nur, unwissend was er mir eigentlich mitteilen wollte. „Ich glaube ich sollte mich Bedanken“ fing ich nach einer Weile der Stille an, aber er unterbrach mich „Schon gut ich kann mir vorstellen wie nervig diese ganzen Klatschblätter sein müssen.“ Wow dieser Junge beeindruckt mich. „Möchtest du etwas lesen?“ „Ich weiß nicht, eigentlich bin ich nicht der größte Fan von Büchern.“ Antwortete ich, aber da streckte Jake mir schon das Buch welches er gelesen hatte als ich reingekommen war in die Hand, grinste und sagte „Das bekomme ich schon hin, fang Mal mit diesen hier an.“ Da ich nichts Besseres zu tun hatte und ich meinem Manager Henry noch nicht beichten wollte, dass ich einfach so in der Nacht aus dem Hotel geflohen bin ohne ihm etwas zu sagen und ohne meine Sicherheitsleute mitzunehmen fing ich an zu lesen.
Die Zeit war vergangen wie im Fluge und das merkte ich erst als ich den halb zu Ende gelesenen Gatsby in der Hand hatte und mein Handy in meiner Tasche vibriert. Draußen schien es so langsam hell zu werden und ich weiß das ich, wenn ich diesen Anruf von Henry jetzt annehme einen riesigen Ärger bekomme aber davor kann ich mich nicht noch länger drücken also lege ich das Buch umgedreht auf eins der kleinen Tische und drücke auf den grünen Hörer.
„Was denkst du dir eigentlich dabei einfach so abzuhauen?!“ fragte mich die Stimme die ich schon seit meinem Zwölften Lebensjahr kenne. „Wo bist du?! Ich komme dich abholen!“ „Hi Henry“ antworte ich etwas schüchtern „Ähm ich bin in so einer kleinen Bibliothek in der Mitte der Stadt und“ Aber da war der Anruf auch schon beendet. Henry ist eigentlich echt nett und er will nur mein Bestes. Er und meine Eltern waren schon vor meiner Kariere als Sänger gut befreundet. Manchmal ist es halt einfach schwierig so im Mittelpunkt zu stehen denn man darf sich keine Fehler erlauben. Man darf keinen Moment außer Acht lassen sonst könnte deine Karriere und dein Leben für immer ruiniert sein. Wie bei diesem Filmstar der Anscheinend einer Straßengang beigetreten war und dann getötet wurde. Ich meine es waren Gerüchte die veröffentlicht wurden, nur Gerüchte, aber das hatte scheinbar schon gereicht.
Kapitel vier Ende
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