Kapitel neun
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Die eine Hälfte der Nacht saß ich mit den Leuten von dark hole an einer der Bars und wir haben über Musik und das Leben als Star in so einem jungen Alter geredet. Naja sie haben mich eher ausgefragt, denn so berühmt und jung ist die Band garnichtmehr, vielleicht 5 oder 6 Jahre älter als ich und wie soll ich es sagen? Ihr Berühmtheitswert wird sich aller Wahrscheinlichkeit nach allein durch mein Feature verdreifachen. Also fragen sie und ich antworte bis sie etwas Belangloses erzählen und mir eine neue Frage stellen. Ich bin froh das sie das Gespräch scheinbar selbst ganz gerne am Laufen halten und ich mir nicht zu viel Mühe geben muss irgendetwas Spannendes oder Außergewöhnliches zu erzählen. Eigentlich habe ich seit rund zwei Stunden große Lust in mein Zimmer zu gehen und etwas Entspanntes zu machen, aber Henry meinte das ich mich nach der Aktion gestern Abend benehmen soll und das es gut für mich wäre, wenn die Band auf ihrer Albumtour während ihren Interwies auch ein paar nette Worte über mich verlieren. So ging es bis etwa 2 Uhr als ein Teil der Band beschlossen hatte es sei schon Spät und sich auf den Weg in ihr eigenes Hotel gemacht hat. Ich voller Erleichterung und mit der Ausrede des Radiotermins, die ja irgendwo auch der Wahrheit entspricht, aber alleine nicht das gehen von der Feier gerechtfertigt hätte, bin auch in ein Taxi gestiegen und habe mich zu meinem Hotel fahren lassen. Vielleicht sollte ich noch erwähnen das die Schlagzeugerin die schon den ganzen Abend mit mir geflirtet hat kurzer Hand beschlossen hatte mit mir ins Auto zu steigen und mich zu begleiten. Sie meinte sie wolle nicht das mir was passiert, aber sie wollte was ganz Anderes und da sie recht hübsch und schlau war lies ich sie gewähren. Sei nett zu ihnen, denk an dein Image. Henrys Worte die ich nicht vergessen habe.
Am Hotel angekommen begleitet sie mich den langen Flur hinunter zu meinem Zimmer. Ich fühle mich beobachtet. Ich halte die Karte an den Scanner und mit einem Klick öffnet sich die Zimmertür, wir betreten das Zimmer. Erst sie, dann ich. In der Zeit, die ich gebraucht hatte um die Tür hinter mir zu schließen und meine Jacke und Schuhe auszuziehen, hatte sie schon ihre Kleider abgelegt und sich auf meinem Hotelbett drapiert. Gemütlich machte ich mich daran auch meine Kleider abzulegen und mein Kopf schaltete sich aus. Wie immer ging ich zu ihr in Richtung Bett, lasse auf dem Weg dorthin irgendwo mein Shirt fallen, geselle mich zu ihr. Sie fangen meist an mich zu küssen, genau wie heute, meist wilde Küsse voller Verlangen und Hingabe als ob sie es nicht erwarten könnten ihre Zunge in meinen Hals zu stecken. Die meisten Frauen kennen mich seit wenigen Stunden persönlich, was es für mich schwieriger macht zu wissen was sie wollen, aber im Grundprinzip wollen alle dasselbe, wobei ich denke das sich manche nach den Sex sehnen und manche wollen einfach nur mit mir geschlafen haben es scheint auch Frauen zu geben welche etwas ernstes mit mir haben wollen, aber oft habe ich das Gefühl, dass diese mein Geld lieben und nicht mich, also lasse ich sie ziehen. Ich lasse mich mitreißen und gebe ihnen wonach sie verlangen, denn ein Gerücht oder ein schlechtes Image, naja ihr wisst und in solchen Situationen kann es dann doch mal heikel werden. Ich tue es natürlich auch, weil es mir Spaß macht und weil ich Leuten gerne eine Freude mache trotz oder gerade deshalb, weil ich weiß das ich sie vielleicht nie wiedersehe. Es dauert oft nicht lange bis die Frauen anfangen an meinem Gürtel rumzuspielen, während sie auf die Erlaubnis warten einen Schritt weiter zu gehen. Ich bin ihr Idol ich mache die Regeln. Das ist wenigstens ihre Ansicht, denn anders kann ich mir diese Eintönigkeit kaum erklären oder tun alle Frauen das bei jedem Mann? Wollen die meisten Männer um Erlaubnis gefragt werden auch wenn sie eigentlich schon zugestimmt haben. Nett ist auf jeden Fall das sie einem Zeit geben Stopp zu sagen, aber wer tut das wenn man eine Frau vor sich sieht welche ein häufig großen Teil ihres Lebens darauf hofft ihren Helden zu treffen und welche jetzt als Kirsche auf dem Eisberg ein Intimes Erlebnis mit ihm haben will. Nach einer kurzen Weile, in welcher man erkennt wie das Verlangen und die Sehnsucht in meinem Gegenüber steigt und ich mich daran ergötzen kann zu wissen das ich jetzt, innerhalb von wenigen Sekunden, die Hoffnung meines Gegenübers komplett ruinieren kann und ihre ganze Hoffnung und Arbeit vernichten kann welche sie aufgewendet hat um an diesen Punkt zu kommen, lasse ich sie gewähren und dann ist es auch schon vorbei. Naja sie werden fertig ich meist auch und sie verlassen in der Nacht mein Zimmer, denn mit einem Star wie mir gesehen zu werden könnte ihr Image ruinieren oder so und ich glaube Henrys Papierkram von wegen Verschwiegenheit über alles Private spielt auch eine Rolle darin. Ich muss zugeben ich finde es auch ganz gut mein Bett für mich zu haben und mich nicht um den Besuch und die darauffolgende Presse kümmern zu müssen. Sie ging und ich schlief ein, rutschte erholsam in eine Traumwelt voller erlebtem und wünschen und mir kann die Welt und mein Leben gestohlen bleiben, denn hier bin ich, ich und hier darf ich sein.
Kapitel neun Ende
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